Der Dopaminjunkie

Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff des Nervensystems. Als sogenannter Neurotransmitter – eine Art Hormon – leitet es Signale zwischen Neuronen weiter und sorgt so für die Steuerung sowohl körperlicher als auch geistiger Bewegungen.Außerdem wird Dopamin als Glücksgefühl bei bestimmten Tätigkeiten ausgeschüttet und weckt dabei den Wunsch nach Wiederholung.

Ähnlich wie Nikotin als Selbstbelohnung bei Rauchern wirkt, wirkt Dopamin auf Border Collies. Eine Aufgabe erfolgreich zu lösen bewirkt diese dopamingesteuerte Selbstbelohnung und animiert den Hund diese Aufgabe immer öfter und öfter erfüllen zu wollen und voller Ausdauer und Ungeduld der nächsten Aufgabe entgegen zu fiebern.

Der beim Schafe hüten durchaus gewollte und sinnvolle Arbeitseifer kann jedoch im normalen Leben ein grosses Problem werden.

Die Hunde verfallen in eine Art Rausch und werden den Ball auch dann noch holen wenn sie vor Erschöpfung umfallen. Sportverletzungen wie Bänder und Sehnenzerrungen/ Risse sind beim Border Collie nicht selten, Hier sind die Besitzer in der Pflicht den Dopaminjunkie zu bremsen damit es erst gar nicht soweit kommt.

Border Collies sind keine Helden., auch hier ist die Ursache  eine hohe Dopaminausschüttung, die ängstlich, hyperaktiv und psychotisch machen kann

 Was kann man als geplagter Besitzer tun?

Border Collies sind also Hunde die ständig unter Dampf stehen, wir müssen dafür sorgen das sie es lernen Ruhe zu halten. Hilfreich sind hierbei Steadyness übungen.

Zb einen Ball werfen und Hund muss im Platz warten, mit der entsprechenden Belohnung wenn er es schafft liegen zu bleiben.

Ähnlich wie bei einem Suchti können wir versuchen die Selbstbelohnung in eine gewollte Belohnung vom Besitzer umkehren. Schmusen sie mit ihrem Hund, setzen sie sich mit ihm auf eine  Wiese , zeigen sie ihm das auch ein Keks aus ihrer Hand Belohnung genug sein kann wenn er KEINE Aufgabe löst.

Schaffen sie feste Zeiten für Spiel und Spass und übertreiben sie diese NIE

Fangen sie keine Spiele mit hohem Suchtpotential an, dazu gehört auch ein Hüteseminar.

Abgesehen vom tierschutzrechtlichen Aspekt, (Schafe und Enten sind Lebewesen und keine Spielzeuge für Hütehunde) wäre es das gleiche als würde man ein Kind nur einmal an einem Eisbecher lecken lassen und ihn dann wegpacken.

Sport 021