Sind Hundebesitzer selber schuld an ihrem schlechten Ruf?

IMG_0093Sind Hundebesitzer selber schuld an ihrem Ruf?

Immer wieder beobachte ich wie Hundebesitzer ihre Vierbeiner ungehindert an jede Hecke, Hausecke und Baum etc. das Bein heben lassen. Nicht nur das wir uns als Hundebesitzer unbeliebt machen, wo ein Hund markiert werden viele andere auch markieren, und somit die Pflanzen töten.
Wir sollten uns die Frage stellen wie würden wir reagieren wenn der Nachbar täglich auf unserem Rasen seiner Notdurft nachgehen würde.
Hunde urinieren nicht nur um sich zu erleichtern, Hunde markieren. Das heisst, sie sparen sich geringe Mengen Urin auf um an einer Vielzahl von Stellen ihr “Gebiet” festzulegen und damit anderen Hunden zu signalisieren: Hau ab hier regiere ich.
Das “Überurinieren” der ersten Markierung ist sozusagen ein hündischer Stinkefinger für den “Gebietsfürsten”
Diese “naturgegebene” Angewohnheit unsrer vierbeinigen Freunde, Markieren wird von den Hormonen gesteuert, wird im täglichen Leben zwangsläufig zum Reibungspunkt zwischen Hundebesitzern, Nachbarn, Blumenliebhabern und Gartenbesitzern.
Man sollte keineswegs dem Irrtum unterliegen das nur Rüden markieren, das betrifft Hündinnen genauso nur das die holde Weiblichkeit wesentlich weniger und fast nur zur Hitzezeit durch markieren auf sich aufmerksam macht.
Nun ist guter Rat teuer, was tun wenn alle Nichthundebesitzer uns hassen, es abtun mit der “Natur der Dinge” oder sollten wir unsrem besten Freund Manieren beibringen? Geht nicht? Doch geht!
Hund wird sehr schnell lernen wo er sich erleichtern darf und wo es unerwünscht ist wenn wir es ihm deutlich zeigen, das heisst wie bei fast allem in der Erziehung, konsequent sein und den Hund genau beoachten. Und auch hier gilt, je früher umso besser, also gleich im besten Welpenalter beginnen.
Auch erwachsene Hunde können wir dahingehend noch erziehen, es dauert nur länger. Entgegen der Meinung einem alten Hund bringt keiner mehr Kunststücke bei, sind Hunde auch im Alter noch lernfähig nur sollten wir dabei berücksichtigen das ein älterer Hund zum lernen länger braucht als ein Junger.
Ein Hund “liest” an Bäumen und Sträuchern, das heisst er wird diese Stelle ausführlich beschnüffeln, und sobald er sein Bein heben will, ziehen wir ihn weg und sagen laut und deutlich “NEIN”
Ein guter Beobachter wird “sehen” wann sein Hund das Bein heben wird und wann nicht.
Dann gehen wir mit ihm zu einem Platz wo er darf, und animieren ihn sich zu lösen. Das wird erfahrungsgemäss nicht gleich beim ersten mal klappen, also bitte nicht aufgeben und immer wieder üben. Natürlich loben wir den Hund überschwänglich wenns dann geklappt hat, und wir loben ihn jedesmal überschwänglich wenns geklappt hat.
Meinen Hunden habe ich in einer Ecke des Gartens eine “Toilette” eingerichtet. So kann man den Hund an eine feste “Stelle” gewöhnen wo er hinmachen darf. Diese Ecke habe ich mit Rindenmulch ausgefüllt um später die Hinterlassenschaften leichter entfernen zu können. Auch hierbei habe ich, sobald Junghund anstalten machte das Bein zu heben oder in die Hocke ging, den Hund gepackt und in seine “toilette” gesetzt. Und, ja es war eine nervtötende Arbeit, aber niemand hat behauptet Hundeerziehung ist einfach. Heute war ich 2 std mit den Hunden spazieren und als wir heim kamen musste der Rüde erstmal in den Garten …..