Kleine Border Fibel

A    

wie Auge, eines der wohl typischsten Merkmale des Border Collies ist das Auge, bzw der Blick im Zusammenhang als Hüteinstrument. Hierbei nutzt der Hund das vom Wolf ererbte Anstarren der Beute wobei jedoch keine wolfstypische Vollendung der Jagd erfolgt. Schafe reagieren jedoch instinktmässig mit Flucht auf diesen vermeintlichen Angriff. Somit kann der Hund die Aufgabe des Hütens erfüllen ohne dem Schafen zu nahe zu kommen. Man bezeichnet das hüten mit Border Collies auch als die sanfteste und schonenste Methode des Hütens.

 

B

wie Brain. Verstand und Auffassungsgabe sind gewünschte Eigenschaften eines Border Collies. Brain before Beauty war und ist seit den Anfängen der Border Collie Zucht das Leitmotiv. Das schnelle Lernen, die schnelle Auffassungsgabe und das blitzschnelle Verbinden von Handlungen sind in der Hütearbeit vorteilhaft während es genau diese Eigenschaften sind die den Hund als Familienhund untauglich werden lassen da sie in den meisten Fällen den Besitzer überfordern.

 

C

wie Collie. Collie heisst im englischen soviel wie “dienen” und beschreibt den “will to please” also den Drang seinem Besitzer alles Recht zu machen.  Dieser will to please ist bei den britischen Hütehundrassen, speziell den Collies extrem ausgeprägt

 

D

wie Dog Dancing. Dog Dancing ist eine Sportart die in USA erfunden wurde und entstand aus Obedience. Wie beim Obedience stellt Dog Dancing hohe Anforderungen an Mensch und Hund. Wie beim Tanz bewegen sich Mensch und Hund harmonisch  zur Musik. Neben absolutem Gehorsam spielen Tricks wie Rollen und Slalom durch die Beine des Menschen eine grosse Rolle. Dog Dancing ist für alle denen Obedience auf Dauer zu langweilig wird und sie eigene Choreografien bevorzugen (Freestyle) Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

 

E

wie Empathie. Emphatie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen und Hunde sind die Super-Emphaten schlechthin. Hunde haben aufgrund ihrer extremen Beobachtungsgabe die Fähigkeit jede noch so kleine Geste zu deuten und zu interpretieren. Hunde können uns “lesen” und wenn Hundebesitzer oft der Meinung sind das ihr Hund jedes Wort versteht was sie sagen, liegt es an der emphatischen Begabung ihrer Hunde, die in ihnen lesen wie in einem offenen Buch. Emphatie ist dennoch keine Einbahnstrasse, Menschen die sich intensiv mit ihrem Hund auseinandersetzen sind auch dazu in der Lage ihren Hund zu lesen

 

F

wie Fell.  Das Fell der Border Collies ist perfekt für ein Leben im Freien angepasst. Dichte Unterwolle und seidiges Deckhaar sorgen für ein optimales Hautklima, zudem ist es Selbstreinigend, d.h. Schmutz fällt nach dem trocknen einfach vom Hund herunter. Selbst intensive Regengüsse lassen den Hund kaum nass werden. Die dichte Mähne schützt den empfindlichen Halsbereich vor Kälte.  Der gesunde Border Collie brauch kaum Fellpflege, lediglich beim Fellwechsel empfiehlt es sich mit einem einfachen Unterwollestriegel nachzuhelfen.

 

 

G

wie Gesundheit

Aufgrund seines recht großen Genpools gehört der Border Collie noch zu den relativ unverzüchteten Hunderassen. Border sind robuste, kerngesunde Hunde, die dennoch einige wenige Rassedispositionen aufweisen. Als Rassedisposition bezeichnet man die Veranlagung bestimmte Erkrankungen zu bekommen. Augen und Skeletterkrankungen gehören zu den am häufigsten vorkommenden Rassedispositionen, wie zb Osteochondrose der Schulter, eine degenerative Störung der Knorpelbildung und der Verknöcherung des Knorpels, in den Gelenken von Hunden und Weichteilverletzungen im Karpalbereich
die insbesondere bei Arbeitshunden gesehen werden.Die am häufigsten vorkommende Augenerkrankungen sindMultiple Augendefekte, welche bei bei homozygoten Merle-Tieren (bei Merle-Zucht) mit vorwiegend weissem Fell auftretenund Die Collie Eye Anomaly, ist eine Erbkrankheit verschiedener Hunderassen aus der Familie der Collies und der mit ihnen verwandten Rassen. Die Krankheit betrifft den Augenhintergrund und führt zu einer angeborenen Beeinträchtigung der Sehkraft bis hin zur Erblindung.